Aktuelles

BFH: Pauschale Vergütungen für ärztlichen Bereitschaftsdienst müssen versteuert werden

Jörg Treppner | 21.06.17 | Steuerberatung Heilberufe

Niedergelassene und angestellte Ärzte leisten Bereitschaftsdienste. Arbeitgeber sollten genau darauf achten, wie sie diese Bereitschafsdienste entlohnen. Wird der Bereitschaftsdienst pauschal zusätzlich zum Grundlohn vergütet und nicht unterschieden, ob der Dienst an einem Samstag oder an einem Sonntag bzw. Feiertag erbracht wurde, sind diese Zuschläge auch nicht steuerfrei. Das hat der Bundesfinanzhof mit Urteil vom 29.11.2016 entschieden (Az.: VI R 61/14).

Statistik belegt: Ärztliche Behandlungsfehler sind die Ausnahme

Jörg Treppner | 13.06.17 | Steuerberatung Heilberufe

Wer sich in die Hände eines Arztes begibt, erwartet die bestmögliche Behandlung. Die Verantwortung der Ärzte ist hoch und ein Behandlungsfehler kann fatale Folgen haben. Jörg Treppner, Fachberater für das Gesundheitswesen und Partner der Kanzlei AJT empfiehlt dennoch eine Versachlichung der Diskussion um Behandlungsfehler: „Da Behandlungsfehler gravierende Folgen haben können, wird das Thema sehr emotional begleitet.

Gemeinsame steuerliche Veranlagung bei räumlich getrennt lebenden Ehepaaren

Jörg Treppner | 02.05.17 | Steuerberatung

Heutzutage ist es nicht mehr unüblich, dass Ehepaare räumlich getrennt leben, ihre Beziehung aber weiterführen. Was gesellschaftlich anerkannt ist, kann beim Finanzamt auf wenig Zustimmung stoßen und die Behörde verweigert daher die gemeinsame steuerliche Veranlagung.

Das Finanzgericht Münster zeigt sich gegenüber den gesellschaftlichen Veränderungen offener. Mit aktuellem Urteil vom 22. Februar 2017 entschied es, dass auch räumlich getrennt lebende Ehepaare eine Zusammenveranlagung verlangen und von den steuerlichen Vorteilen profitieren können (Az.: 7 K 2441/15 E).

Bonuszahlungen der Krankenkasse sind steuerneutral zu behandeln

Jörg Treppner | 07.04.17 | Steuerberatung

Gesundheitsbewusstes Verhalten ihrer Mitglieder wird von vielen gesetzlichen Krankenkassen mit Bonusprogrammen belohnt. In der Praxis sieht das so aus, dass die Krankenkassen-Mitglieder für gesundheitsbildende Maßnahmen finanziell in Vorleistung treten und von den Krankenkassen eine entsprechende Geldprämie erhalten.

BFH: Abschreibungen auf Immobilie (AfA) auch bei mittelbarer Wohnungsschenkung

Jörg Treppner | 03.04.17 | Steuerberatung

Schenkungen können aus unterschiedlichen Gründen sinnvoll sein und finden z.B. häufig im Wege der vorweggenommenen Erbfolge statt. Das kann u.a. Vorteile bei der Erbschaftssteuer bringen. Bei Schenkungen hält allerdings auch das Finanzamt unter Berücksichtigung von Freibeträgen regelmäßig die Hand auf. „Auch hier kann durch geschicktes Handeln die Steuerlast gesenkt werden, wie ein aktuelles Urteil des Bundesfinanzhofs zeigt“, sagt Jörg Treppner, Steuerberater und Partner bei der Kanzlei AJT in Neuss.

BFH: Außergewöhnliche Belastungen steuerlich besser absetzbar

Jörg Treppner | 31.03.17 | Steuerberatung

Gute Nachrichten für Steuerzahler. Der Bundesfinanzhof sorgt mit einem weitreichenden Urteil vom 19. Januar 2017 für steuerliche Entlastungen (Az.: VI R 75/14). Demnach können jetzt außergewöhnliche Belastungen wie beispielsweise Krankheitskosten wirkungsvoller von der Steuer abgesetzt werden.

Zur Berechnung der steuerlichen Abzugsfähigkeit von außergewöhnlichen Belastungen hat der BFH die individuellen Grenzen, also die zumutbare Belastung, zu Gunsten der Steuerzahler verschoben.

Ohne wirtschaftliches Risiko gibt es keine Selbständigkeit

Jörg Treppner | 22.03.17 | Steuerberatung Heilberufe

Immer wieder werden gerade bei Ärzten und Zahnärzten die Verträge in Bezug auf die Zusammenarbeit hin überprüft. Ergibt es sich, dass die Vertragsgestaltung z. B. das wirtschaftliche Risiko eines Beteiligten ausschließt, oder in nicht unerheblichem Umfang einschränkt, besteht die Gefahr, den Status der Selbständigkeit zu verlieren. So entschied jüngst das LSG Baden-Württemberg, dass eine Ärztin in einer Gemeinschaftspraxis nicht selbständig tätig ist, da sich ihr Gewinn nach folgender Formel definierte: Honorar mal 30%.

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